Französische Markenweine...
...und unbekannte Meister
Seit Jahrzehnten gilt Frankreich als das Land der Spitzenweine schlechthin. Regionen wie das Burgund und Bordeaux, Appelationen wie Fleurie, Pommard und St.Emilion sind zur allgemein bekannten Bezeichnungen von Geschmackrichtungen geworden, berühmte Schlösser wie Château Petrus oder Château Mouton-Rothschild wurden zum Synonym anerkannter Qualität. Gute Weine mit Eigennamen werden überall in der Welt in immer grösseren Mengen verkauft überall dort, wo feine Lebensart zelebriert wird. Mit einem geschickten Marketing und in grossem Stil realisierten Rationalisierungsmassnahmen ist es cleveren Geschäftsleuten gelungen, die eigene Position auf dem Weltmarkt zu festigen und der ständig steigenden Nachfrage gerecht zu werden.
Frankreich aber bietet sehr viel mehr als bekannte Namen und berühmte Schlossabzüge. Ähnlich wie in Italien gibt es auch hier Weinbauern, die sich seit Generationen darauf und nur darauf konzentrieren, Weine in immer besserer Qualität herzustellen. Über eine lange Geschichte haben sie die Möglichkeiten der Traubensorte, die Beschaffenheit des Bodens, die Vorteile eines Klimas mit den eigenen Erfahrungen und Kenntnissen zu einer vollendeten Harmonie verbunden. Und schaffen immer wieder herausragende Meisterweine, die jenseits von Angebot und Nachfrage, unabhängig von Handels- und Logistikstrukturen, losgelöst von Volumen- und Marketing-Überlegungen einzigartig gut und preiswert sind. Es sind Produzenten, von denen kaum jemand spricht, deren Namen nur wenige Eingeweihte kennen, deren Weine aber zu den besten der Welt gehören. Denn jeder Tropfen davon trägt ihre persönliche Handschrift, ist der Ausdruck ihrer Erfahrungen und ihres jahrelangen Engagements und damit Teil ihrer Persönlichkeit.
